Informierte Verbraucher - Bewusster Konsum
Menschen beachten bei ihren Kaufentscheidungen offene und verborgene
Produkteigenschaften, Informationen über Qualitäten und Quantitäten fließen in
die
Entscheidungen ein.
Wesentliche Produktinformationen stehen jedoch oft nicht zur
Verfügung oder sind nur schwer erschließbar: Informationen über die
externen ökologischen und sozialen Kosten der Produktion, die Herkunft und die
System- und Folgekosten über die gesamte Lebenszeit von Produkten sind meistens nur
unzureichend transparent.
In diesen Fällen können Verbraucher die ihren Werten
entsprechenden Waren nicht erkennen und auswählen. Ihre Bedürfnisse und Werte werden nicht als
Kaufkraft bzw. verweigerte
Nachfrage wirksam.
Tatsache ist aber, dass zwei Drittel der Bevölkerung durch umweltfreundliches
Konsumverhalten selber etwas für die Umwelt tun wollen. Zugleich wollen viele
Menschen sozial gerechte Herstellungsbedingungen unterstützen. Diese Bereitschaften
werden oft aber nicht in die Tat umgesetzt, weil die umwelt- und
sozialverträglicheren Optionen nicht erkennbar sind.
Wissen macht handlungsfähiger
Je besser, präsenter und instruktiver ökologisch und sozial relevante Produktinformationen vorliegen, desto größer sind die
Chancen, dass Verbraucher nachhaltige Konsumentscheidungen treffen. Nur wenn sie wissen, welche
Alternative die nachhaltigere ist, können sie die entsprechend auswählen.
Wichtig ist, dass diese Information sie unmittelbar im Moment der
Kaufentscheidung, am "point of sale", erreicht. Wenn im
richtigen Moment die richtigen Informationen zuverlässig zur Verfügung
stehen, können sich Konsumroutinen ändern oder auch langlebige
Gebrauchsgüter besser ausgewählt werden.
Bessere Produktinformationen und
transparentere Märkte sind eine notwendige
Voraussetzung für nachhaltigen Konsum, stoßen aber in ihrem Einflusspotenzial da an Grenzen, wo
Preisverzerrungen durch
Externalisierung existieren oder alternative Angebote fehlen. |