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Fo.KUS
Konsum, Umwelt & Soziales
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Internet und E-Commerce bieten - richtig eingesetzt -
enorme Chancen für nachhaltigen Konsum. Dieses Handlungsfeld ist
seit 2004 ein Schwerpunkt von Fo.KUS. Der Verein ist mit Pilotprojekten,
Studien und Konzepten ein Pionier für nachhaltige Verbraucherinformationen
online.
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Fokus Internet - Potenzial & Herausforderungen
Das Internet ist zu einem erstrangigen Ort für Konsumentscheidungen
geworden. Preissuchmaschinen, Meinungsportale, Handels- und Auktionsplattformen,
Versandhändler und Verbraucherinstitutionen bieten Informationen oder Angebote
feil. 50 Mio. Deutsche treffen hier jährlich hunderte von Millionen
Konsumentscheidungen, die zu Einkäufen online oder im stationären Einzelhandel
führen. Tendenz: rasant steigend.
Diese Verlagerung von Informations- und
Entscheidungsarbeit in das Internet hängt zusammen mit der enormen Fülle von
Informationen, der Nutzbarkeit strukturierender Such- und Vergleichstechniken,
intuitiver Navigation und den Möglichkeiten erhöhter Markttransparenz und
leichterer Informationsgewinnung.
Defizite ...
Die Nachteile und Risiken zeigen sich in der Fehler- und Lückenhaftigkeit von
Informationen über Produkte, Anbieter und Hersteller, in der
Informationsüberlastung der Suchenden, in der Manipulation der Ergebnisse von
Suchprozessen, von Wahrnehmungen und Bedürfnisempfindungen. Die Verbraucher
stehen von Oligopolen und Quasi-Monopolen geprägten Informationsinfrastrukturen
gegenüber: eine Handvoll Suchmaschinen und Handelsplattformen dominieren die
Informationssuche im E-Commerce.
... und Chancen
Das Internet bietet ein erst ansatzweise genutztes immenses Potenzial,
nachhaltige Konsummuster zu fördern: zuvor nie dagewesene Informationsangebote
von Zivilgesellschaft und Wirtschaft, interaktive Austauschformen über Produkte
und Lebensstile, neuartige Orientierungsmöglichkeiten und Such- und
Vergleichstechniken, die die Entscheidungen erleichtern. Besonders wirksam ist,
wenn glaubwürdige und instruktive öko-soziale Produktinformationen die
Verbraucher unmittelbar im Entscheidungsprozess, nahe am "point of sale",
erreichen, was mit den früheren Verbraucherinformationsmedien (Print) nur schwer
möglich war.
Einige Pilotprojekte, Initiativen und Praxiserfahrungen
zeigen schon heute, was hier möglich ist. Neue Wege zur Produkttransparenz gehen
Portale wie bio-mit-gesicht.de, blauer-engel.de codecheck.info, EcoShopper,
testberichte.de oder utopia. Wesentliche Produktmerkmale werden hier mit
Inhaltsstoffen, Qualitätszertifikaten, Testurteilen oder Nutzerbewertungen
kommuniziert. Flankierend unterstützt label-online die Interpretation von
Zertifikaten. Konsumfolgen, Lebenszeitkosten und Unternehmensprofile sind Thema in
CSR-Tests, Spargeräte-Tests bei TEST.de oder barcoo. Über eine App für Fotohandys
liefert barcoo durch das Scannen von Barcodes Hintergrundinfos und
Preisvergleiche.
Die
zentrale aktuelle Herausforderung besteht darin, die ökologischen und sozialen Profile der Produkte im
Massenmarkt erkennbar zu machen. In dem Maße, wie sich die Qualität und Präsenz
der Daten über nachhaltigkeitsrelevante Produktmerkmale auch außerhalb
"der grünen Nische" verbessert, können Verbraucher bewusster und differenzierter
auswählen. Wenn etwa Waren ein Umweltzeichen tragen, sollte dies auch erkennbar
sein - heute noch immer keine Selbstverständlichkeit. Von besonderer Bedeutung
für fundiertere Konsumentscheidungen sind die – aktuell in sehr
unterschiedlicher Qualität vorhandenen - Produktdaten, die von Anbietern,
Marketingnetzwerken und Suchmaschinen erzeugt und publiziert werden.
Transparenzzuwachs erfordert hier hochwertige Produktdaten, die den Informationsbedürfnissen der Öffentlichkeit
gerecht werden.
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Forschung und Kommunikation für Konsum, Umwelt & Soziales (Fo.KUS) e.V.
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