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Fo.KUS
Konsum, Umwelt & Soziales
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Manipulative Konsumgüterwerbung und nützliche
Produktinformation stehen in einem groben Missverhältnis.
Selbstbestimmt zu konsumieren erfordert, gegenüber den allgegenwärtigen
Verführungen der "schönen neuen Welt" standzuhalten und Warenqualitäten und
Herstellungsbedingungen sachlich überprüfen zu können.
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Selbstbestimmt handeln können
Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung müssen Verbraucher - als Bürger und
Markteilnehmer - selbstbestimmt handeln können. Voraussetzung dafür sind
sachgerechte und qualitativ hochwertige Verbraucher- und Produktinformationen,
die der Orientierung, Reflektion und Entscheidung über Konsumalternativen
dienen. Verbraucher wünschen sich einfachen Zugang zu akkuraten Informationen
über Preise, wesentliche Qualitätsmerkmale, Servicemerkmale, Folgekosten und
Nebenwirkungen.
Diese Voraussetzungen sind oft nicht erfüllt. Im Bereich
der Konsumgüter kommt die Kommunikation von Qualitätsmerkmalen - im Vergleich zu
quantitativen Merkmalen – zu kurz oder gar nicht zur Geltung.
Umweltinformationen werden ausgelassen und problematische Inhaltsstoffe,
gentechnische Manipulationen oder klimarelevante Effekte werden verschwiegen.
Andererseits sind Aussagen und Suggestionen über Qualitäten von Produkten
unzutreffend oder unvollständig: konventionellen Produkten werden ökologische
oder soziale Qualitäten zugeschrieben oder es werden Wirkungen suggeriert, die
nicht nachweisbar sind. Auch sind unglaubwürdige Produktbewertungen oft von
glaubwürdigen nicht zu unterscheiden.
Im Bereich der
Unternehmensverantwortung liegen unterschiedlich aussagekräftige, zuverlässige
und umfassende, teilweise widersprüchliche Informationen über die Auswirkungen
von Unternehmensaktivitäten vor. Unabhängige oder überprüfte Angaben sind rar,
die Bandbreite veröffentlichter Informationen ist schmal und Manipulationen
täuschen die Öffentlichkeit, während vorliegende qualifizierte Informationen
mitunter nur schwer zugänglich sind.
Informationsangebote & -qualität verbessern - Orientierung
erleichtern
Gefordert ist Transparenz in allen relevanten Dimensionen: Transparenz der
Produkt- bzw. Dienstleistungsbeschaffenheit, der Preise und Anbieter, von
Serviceumfang und –qualität, von externalisierten Kosten, Konsumfolgen,
Herstellungsbedingungen und Transparenz der Informationsquellen und ihrer
Qualität. Die Frage der Transparenz verknüpft sich mit der Frage nach
hochwertigen Produktinformationen, die bestimmte Qualitätsstandards erfüllen und
den Informationsbedürfnissen gerecht werden.
Angesichts der lückenhaften
Kenntnisse ist das Erkennen verantwortungsvoller Unternehmen, von wenigen
Ausnahmen abgesehen, für Verbraucher bisher schwierig bis unmöglich.
Informationen guter Qualität über Unternehmensverantwortung müssen endlich zu
den Konsumenten. Dies erfordert ein systematisches, umfassendes, zeitnahes,
regelmäßiges und von unabhängiger Seite verifiziertes Informationsverhalten von
Unternehmen über alle Sachverhalte, die für nachhaltige Entwicklung relevant
sind.
Gute Informationsqualität - in Hinblick auf Produkte und ihre
Herstellungsbedingungen - zeichnet sich durch Klarheit und Wahrheit der Aussage,
Nützlichkeit, Verständlichkeit und Nachvollziehbarkeit aus. Zugleich ist die
Orientierung angesichts der bestehenden Informationsüberlastungen zu
erleichtern, indem glaubwürdige Tests, Bewertungen und Einordnungen unterstützt
werden. Wesentlich ist, dass Aussagen und Quellen unabhängig überprüfbar sind.
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Forschung und Kommunikation für Konsum, Umwelt & Soziales (Fo.KUS) e.V.
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